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Die Landzunge “San Vigilio” ist der äußerste Ausläufer des Monte Baldo und ragt nach der Halbinsel Sirmione - am weitesten in den See hinaus, genau an der Stelle, wo dieser am breitesten und offensten ist.
Von der Landzunge aus überblickt man praktisch den ganzen Gardasee. Links sieht man das südliche Ufer mit dem Felsen von Manerba, rechts, hinter der Insel Garda, den Golf von Salò sowie Gardone und Maderno. An einer Seite der Halbinsel öffnet sich eine kleine “Baia delle Sirene” genannte Bucht, während auf der anderen Seite ein malerischer kleiner Hafen liegt, von dem eine als “della Stella” genannte Felsklippe aus dem Wasser ragt.
Auf der Landzunge befindet sich die Villa San Vigilio, ein herrschaftlicher Besitz, umgeben von einem Park mit großem Gewächshaus, in dem Zitronen und Apfelsinen gedeihen, zu dem Anwesen gehört auch eine kleine Kirche.
Direkt am See neben dem kleinen Hafen liegt die “Locanda San Vigilio”, in der schon seit dem 16. Jahrhundert Gäste wohnen können. Ferner gehören zum Besitz Wohngebäude für das Personal und ein ausgedehnter, uralter Olivien - und Zypressenhain. Einige dieser Bäume säumen die Allee, die von der Gardastraße zur Villa führt.
In dieser Gegend herrscht der ewige Frühling und so gedeihen dort zahlreiche Mittelmeergewächse, darunter auch die Agave.
In zahlreichen Dichtungen, in denen der Gardasee besungen wird, hat San Viglio einen besonderen Rang.

GESCHICHTLICHE UND KUNSTGESCHICHTLICHE HINWEISE
Bereits im Jahre 56 v. Chr. besangen Catull und Vergil die Schönheiten des Sees, die Klarheit seines Wassers und die milde des Klimas. Die Römer hatten dieses Vorgebirge zu ihrem Erholungsort erkoren; davon zeugt noch heute ein Gedenkstein, auf dem erstmalig der Name Benaco erwähnt wird. Einige bei San Vigilio entdeckte Fundstücke erzählen uns, dass dort einst eine Villa und eine kleine Kapelle gestanden haben müssen, auf deren Ruinen dann die noch heute vorhandene kleine Kirche errichtet wurde.
Diese Kirche wurde bereits im Jahre 1200 in den Urkunden des Klosters S. Zeno in Verona erwähnt. Sie ist San Vigilio, dem ersten christlichen Missionar der Seeregion und des Trentino geweiht. Schon im Jahre 904 hatte König Berengarius I dem Kloster Grund und Boden innerhalb der Stadt Garda und das gebirgige Land zwischen San Vigilio und Garda übertragen.
Nach vielen Wechselfällen wurde die Landzunge von San Vigilio um das Jahr 1500 ein Lehnsgut der Familie Brenzoni. Agostino Brenzoni lief damals, entsprechend seinem verfeinerten, humanistisch geprägten Geschmack eine Villa errichten, um ein Leben in Schönheit und Einsamkeit zu führen.
Die Villa steht in einem Garten voller Statuen mit von Agostino Brenzoni selbst verfassten Inschriften in Versen, die das Leben in Einsamkeit besingen. Unter den Inschriften gibt es eine, die vermuten lässt, dass der große Maler Vettor Pisani in San Vigilio geboren wurde.
Dies wird von der modernen Kritik allerdings ausgeschlossen. Möglicherweise hat sich der berühmte Künstler, der in Verona gewirkt hat, einige Zeit in San Vigilio aufgehalten.

In den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts brachten die Kriege zwischen Venedig und den Franzosen den Bewohnern des Seegebiets Tod und Hungersnot. Als dieses Land 1517 an der Signoria von Venedig zurückfiel, wandten sich die Vertreter der “Gardesana dell’acqua” mit einer Bittschrift an Venedig, in der sie ihre elende Lage schilderten. Die Signoria versuchte in jeder Weise, die Leiden der Bevölkerung in der Folgezeit zu lindern. Um diese Zeit begann Brenzoni mit den Bauarbeiten für die Villa.

Agostino schrieb zur Einweihung seines Hauses im Jahre 1540 folgende Worte: “Sub umbra alarum tuarum.” 25 Jahre lang lebte er in dieser Villa, die sein Meisterwerk war.
Der Kanoniker Marai beschrieb gegen Ende des 18. Jahrhunderts das Gebiet von San Vigilio wie folgt: „An jenem Ort kennt man weder den trüben Dezember noch den grausigen Februar. Der Lorbeer, die Myrte, die Orangen und die Aloe gedeihen ganz von allein. Der Palast, der auf dem Gipfel des Vorgebirges errichtet wurde, ist ein Werk von Sanmicheli. Er hat oben eine Loggia, von der aus man rings umher alle Herrlichkeiten überschauen kann. Vielleicht gab es in den berühmtesten Orten des antiken Griechenlands oder Italiens keine Aussichten von größerer Heiterkeit als diese“.

Man erreicht die Villa über eine herrliche Allee von uralten Zypressen, die am Tor endet. Der gesamte Komplex wird von zwei Komponenten bestimmt: einer christlichen durch die alte kleine Kirche, und einer klassisch-römischen mit ihren verschiedenen Statuen und Inschriften in lateinischer oder italienischer Sprache.
Hier denkt man an Flavia, die Frau, in die sich Agostino Brenzoni verliebt hatte und der dann in einem Vers schrieb: «Nur als Toter werde ich Flavia vergessen können”.
In einem Epigramm liest man: “Du hast mir lachend den Kuss verwehrt, und weinend hast Du ihn mir gegeben. Meine Freude ist aus Tränen, mein Schmerz aus lachen entstanden”.

Zu dem kleinen Hafen gelangt man durch einen Bogen, der die Locanda mit der antiken Taverna verbindet. Von hier aus geht es über einen kleinen Hof auf einen zweiten Platz direkt am See. Vor der kleinen Kirche stehen dort im Schatten majestätische, in den Himmel ragende ehrwürdige Bäume, die sich im Wasser widerspiegeln.
Das Innere der Kirche wird von großen Bildern, auf denen Szenen der Passion Christi dargestellt sind sowie von einer Marmorstatue mit der Inschrift: “En somnii explanatio” (Hier ist die Erklärung des Traumes) geschmückt. Diese Inschrift fand Gabriele D’Annunzio so sinnfällig für San Vigilio, dass er dem Grafen Guarienti vorschlug, sie für die Locanda anzunehmen.
In der Mitte des Fußbodens der Kirche befinden sich zwei Grabplatten, die den Wunsch Agostino Brenzonis enthalten, in der kleinen Kirche des von ihm so sehr geliebten Ortes bestattet zu werden.
Über San Vigilio gibt es einige Legenden. In einer heißt es, dass Karl der Große nach dem Einfall der Franken dieses Gebiet einem Eremiten namens Virgilio überließ, der dort in Heiligkeit lebte und starb und diesem Vorgebirge den Namen gab. Eine andere Legende erzählt von einem Nachkommen des Satyrs Faun, der aus Sizilien hierher gekommen wäre und Vigilio hieß. Der Faun, verliebt in die Nymphe Stella, habe sie, weil er von ihr nicht wiedergeliebt wurde, in die Felsklippe verwandelt, die jetzt ihren Namen trägt.

Viele Persönlichkeiten waren von der Schönheit des Ortes angezogen. Zu ihnen gehörten Marie-Louise, die Gemahlin Napoleon I, der Zar Alexander III von Russland und der König von Neapel. Zu den Besuchern der Nachkriegszeit zählten Churchill, Sir Stafford Cripps, der italienische Staatspräsident Einaudi, der englische Botschafter Clarke und viele Künstler, unter ihnen das Schauspielerehepaar Vivien Leigh und Lawrence Olivier. 1986 kam Prinz Charles von England in Begleitung des Erbprinzenpaares von Liechtenstein einige Tage zu Besuch und schließlich 1989 der König Juan Carlos von Spanien sowie in jedem Jahr Heinrich Prinz von Hessen.

Der Bundespräsident von Deutschland, Richard von Weizsäcker mit seiner liebenswerten Freifrau Marianne, verbrachten 1992 einige Tage hier in diesem kleinen Hotel. Für Herrn Bundespräsident und seiner Gattin war die hervorragende Küche eine wahre Gaumenfreude. Sie genossen die markante und ruhige Landschaft und das glasklare Wasser des Gardasees.
Es gibt Gäste, die seit über 20 Jahren nach San Vigilio kommen, unter den Treusten, Herr Lugo, Herr Poiesi, Herr und Frau Pickel, Herr und Frau Richter, Herr und Frau Colette und viele mehr.

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