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Die Insel Martana (oben rechts)
Diese Insel befindet sich in der Mitte des Sees und hängt mit vielen
Legenden zusammen, in erster Linien die des Todes von Amalasuntha,
Tochter des Gotenkönigs Theoderich. Die Frau wurde festgenommen und
fiel einem Mordanschlag durch ihrem Vetter Theodahad zum Opfer. Im
Jahre 1070 fand dort der Papst Gregor VII die Gebeine der Märtyrin
von Bolsena, die Hlg. Christine.
Die Insel Bisentina (unten rechts)
Vom dem kleinen Hafen in Capodimonte fahren Motorboote zu der Indel
Bisentina. Sie ist eine auf einem vulkanischen Kegel geformte grüne
Naturoase, die auf dem Wasser wie ein alter Dinosaurier ruht. Inmitten
der reichen Vegetation in der absoluten Stille nisten viele seltene
Vogelsorten (Kormorane, Möwen, Meersschwalben). Die Insel hat einen
seltenen Vorteil, nicht bewohnt zu sein, aber auch auf dem kleinen
Raum von 17 Hektars beinhaltet sie antike Architektur, die größten
Teils aus der Farnese Periode stammt: die Kirche Santi Giacomo und
Cristoforo mit einem Franziskaner Kloster; eine achteckige kleine
Kirche entworfen von Sangallo; eine Kruzifixkapelle (mit Fresken aus
dem 15. Jahrhundert) und die Ruinen Malta dei Papi, ein lebenslanges
Gefängnis für Geistlichen, die sich an Ketzerei oder anderen ernsten
Verbrechen schuldig gemacht haben. |
Tuscia (auf
dt. "Tuszien") ist die antike Bezeichnung für das Gebiet
Südetruriens. Es liegt zwischen dem tyrrhenischen Meer, der
Toskana und Umbrien. Hier befiden sich die berühmten
archäologischen Ausgrabungen von Vulci, Tuscania und Tarquinia.
Nördlich liegt die sanfte Hügelkette der Colli Cimini mit dem Lago
di Vico, die Hügel der Colli Volsini mit dem Bolsena-See und die
Stadt Viterbo. Östlich von Tuszien verläuft das mittlere Tibertal.
Die Gegend ist ländlich geprägt; die ausgedehnten Olivenhaine,
Haselnussplantagen und Weinreben bestimmen das Landschaftsbild.
Die Bewohner sind größtenteils Bauern und betreiben auch
Viehzucht.
Im Vergleich mit der Toskana erscheint Südetrurien rauer und
wild-romantisch. Das geographische Landschaftsbild wird von tiefen
Schluchten, hohen, kantigen Tuffsteinfelsen und engen, kurzen
Tälern bestimmt. Morphologisch könnte man sie mit einem Handrücken
mit gespreizten Fingern vergleichen: radial gelagerte
Tuffsteinrippen, dazwischen tiefe Schluchten, alles mit einem
Hochplateau verbunden.
Der Bolsenasee liegt 300 Meter
über dem Meeresspiegel im Land Latium -, Provinz Vieterbo.
Von den Dimensionen her fünftgrößter See Italiens, größter unter
denen vulkanischen Ursprungs. Seine Oberfläche erstreckt sich über
114 km², er ist 14 km lang und 12 km breit.
Die Höchsttiefe seines Beckens beträgt 164m. Auch unter
geschichtlichem Gesichtspunkt ist er für seinen Fisch berühmt. In
seiner Umgebung befinden sich interessante archäologische
Ausgrabungen und in Bolsena - ein Städtchen mit 4000 Einwohnern -
steht die Kirche Santa Cristina, wo romanische, neuklassizistische
und Renaissancestilelemente zusammenfließen.
In ihrem Inneren befindet sich die berühmte Kapelle, die an das im
Jahr 1263 stattgefundene Wunder der Wesenswandlung erinnert.
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