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Vorurteile leben lange. So
glauben viele Zeitgenossen, dass Verona nur im Sommer einen Besuch
lohnt - als das Opernziel überhaupt. In der riesigen Arena - der
zweitgrößten in Italien nach dem Kolosseum in Rom - gehen seit 1913
die weltberühmten Opernfestspiele über die Bühne. Alle Jahre wieder
ein riesiges Spektakel, bei dem sich Kunst, Show und italienisches
Temperament ermischen.
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* Viscontis und Venezianer: Paläste wie del Bene, del Consiglio,
Franchini, Scala della Ragione.
* Das Museum von Castelvecchio ist im Schloss der Scaliger
untergebracht. Das Archäologische Museum befindet sich oberhalb des
Teatro Romano und enthält interessante antike Kunstgegenstände.
* Das Museum des Risorgimento im Palazzo Forti stellt Drucke,
Edikte, Gemälde und Gegenstände in Erinnerung an den
Geschichtsabschnitt, der zur Vereinigung Italiens führte, zur Schau.
* Die Kapitelsbibliothek in der Nähe des Doms, eine der antiksten
Europas, verwahrt sehr antike griechische und lateinische
Handschriften.
* Die Stadtbibliothek ist eine der reichhaltigsten Bibliotheken
Italiens. In ihr wird eine noch vor der Entdeckung Amerikas von
Giovanni Leandro angefertigte Planisphäre verwahrt.
Verona besitzt zahlreiche schöne Plätze. Der bekannteste ist die
Piazza Bra an der Arena, mit ihren vielen Lokalen - abends nach der
Vorstellung Treffpunkt der Opernliebhaber. Einen Besuch lohnen aber
auch die Piazza delle Erbe (Typisch: Cafè Dante) und die Piazza dei
Signori.
Piazza Erbe (Bild oben rechts), einstiges Römisches Forum, wurde zum Sitz von
Gemeindeämtern und Handelsvereinigungen. Der Palazzo Comunale erhebt
sich zwischen Piazza Erbe und Piazza dei Signori und umschließt den
Cortile Mercato Vecchio, mit der Scala della Ragione aus dem 15. Jh.
und dem erhabenen Lamberti-Turm.
Verona ist rund ums Jahr als das näherste große Ausflugsziel beim
Gardasee einen Besuch wert.
Von unserem Redaktionspool |
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Verona ist aber mehr als nur Arena und
Festspiele, und auch mehr als nur der “Balkon der Julia” (Bild
rechts) in der Via Capello - ebenfalls Millionenziel. Verona, das auch das "Florenz
Oberitaliens" genannt wird, zählt sicher zu den bedeutendsten und
schönsten Kunststädten Italiens. Die Fülle der Baudenkmäler reicht
von der Antike bis zur Gegenwart. Neben Bauwerken aus der Römerzeit
und mittelalterlichen Kirchen wird die Stadt vor allem von den
Zeugnissen der Scaliger, Viscontis und Venezianer beherrscht. |
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Römerzeit: Arena, Römisches Theater (im Sommer
Shakespeare-Festival), Triumphbogen (Arco dei Gavi), die Stadttore
Porta Borsari, Porta Leona.
* Mittelalter: Die Kirchen San Fermo Maggiore (11./13. Jh., Bild
unten rechts), San Zeno, Ss. Apostoli, San Lorenzo und der Dom Santa Maria Matricolare
(alle 12. Jh.), Sant' Anastatia (13./5. Jh.), San Bernardino (15.
Jh.), der Stadtpalast (12. Jh.).
* Santo Stefano: einer auf einer vorchristlichen Struktur
errichteten Kirche, kann man in der Krypta und in der oberen Kirche
das in Verona einzige Beispiel eines doppelten Wandelganges
besichtigen. In der oberen Basilika kann man die Verkündigung des
Pisanello bewundern.
* Scaliger: Das mächtige Kastell mit der anschließenden Brücke über
die Etsch, die imposanten Scaliger-Gräber. |