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GESCHICHTE
Lignano entwickelte sich als leerer geographisches Territorium,
zwischen dem Staatsgebiet der Republik Venedig und der Festung von
Marano, als strategische und Verteidigungsgrenze der
Gebietsvorherrschaft der Serenissima. Zwischen dem 16. und 17.
Jahrhundert taucht die Halbinsel von Lignano in den detaillierten
Zeichnungen der Gutachter des venezianisches Amt zur Überwachung der
Lagune auf: eine Reihe von Küstenstreifen mit vom Wind geformten
Dünen, ein von Kanälen durchzogenes und belebtes Gradnetz, die vom
Sandstrand bedeckte Landzunge, die das Meer, die Winde und der
Tagliamento in Tausenden von Jahren geformt haben. Ein dichtes Gehölz
mit Schwarzkiefern, Steineichen und Mäusedorn. Eine Art von
"Niemandsland", die einer Handvoll von Fischern, Flößern, Kleinbauern,
Niederwildjägern und Pferdezüchtern Unterkunft bot.
Die Geschichte von Lignano steht vor allem in seinem Namen, der - mit
der Nachsilbe "anum"- das sichere Bestehen einer Siedlung auf der
Halbinsel, schon zur Zeit der Römer, bestätigt. Eine Urkunde aus dem
15. Jahrhundert spricht von einem "Gestade, das sich Lignano nennt",
das bedeutet, dass es im Besitz eines gewissen Luninus war. Eine
Anlagestelle am Meer, die mit der dahinterliegenden Lagune münden,
verbunden war. Die Volkskunde erinnert an die Härte und Rauheit des
Gebiets, demnach der Name Lignano von Lupignanum ableitet wird: ein
von Wölfen verheertes Gebiet, oder der Ortsname Pineda: Hölzerwald.
1420 gelangte auch Lignano unter die Herrschaft der Republik Venedig,
die verschiedene Adelsfamilien damit belohnte.
Der Hafen von Lignano bildete die Zufahrt zum Meer für Marano, das
einstweilen als Festung ausgerüstet worden war, und somit den
Schlüssel zur Domäne Venedigs über die Adria darstellte.
Zur Zeit Napoleons wurde eine zweite kleine Festung zum Schutz des
Kontinentalblokades errichtet, die 1812 gegen England proklamiert
worden war. In der Zwischenzeit hatte sich um die Kontrollstation des
"Hafens von Lignano" eine kleine Siedlung gebildet: 1813 waren es 70
Bewohner, zu denen auch die Zollwache und ein Gesundheitsbeamter
zählten. |
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NATUR
Lignano liegt auf einer durch die Mündung des
Tagliamento-Flusses und die Einwirkung antiker adriatischer
Stiemungen modellierten Halbinsel, zwischen der Lagune von
Marano und dem Meer, im nördlichsten Bogen des Venezianischen
Golfs.
Acht Kilometer feinster Sandstrand liegen zwischen dem Meer und
den üppigen Pinienhainen, die einen Teil der Halbinsel bedecken. |
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Die reiche Vegetation Lignano ist durch
bodenständige Arten gekennzeichnet: Reihen von Steineichen an der
Strandpromenade, Schwarzkiefern, Pinien, Strandpinien, Linden,
sibirische Ulmen, Weißbirken, Platanen und Rosskastanien.
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Die Lagune von Marano, die den wesentlichen Teil der Halbinsel
streift, stellt ein landschaftlich einmalig schönes Gebiet und ein
seltenes Ökosystem von großem naturwissenschaftlichen und
umweltbezogenem Wert dar, aber nicht nur aufgrund ihrer auch an
seltenen Tierarten reichen Fauna und der hartnäckigen Sumpfvegetation,
sondern auch aufgrund der Eigenartigkeit der zeitweiligen Siedlungen
der Fischer, der malerischen Fischerhütten (Casoni) aus Schilf, in
denen man heute noch die Spuren der alten Kultur der Lagune erkennen
kann, als Zeugin von Lebensarten deren Ursprünge und Modelle sich in
der Zeit verlieren. Die Lagune erschließt in ihrem durch Inseln und
Untiefen gegliederten Bogen, die Spuren uralter Geschichte, die noch
im venezianischen Dorf Marano sichtbar sind, einem typischen
Fischerdorf, das noch bis Ende des 19. Jahrhunderts innerhalb seiner
Festungsmauern eingeschlossen war. In die durch ein festes Wassernetz
durchquerte Lagune münden einige Quellflüsse, die besonders
wasserreich und teilweise bis in die Ebene Süd-Friauls befahrbar sind.
Besonders eindrucksvoll sind die Landschaft und die Umwelt am Stella,
einem Fluss in dessen Gebiet gerade ein Regionalpark errichtet wird.
Sein Mündungsgebiet steht unter Naturschutz als Schonungsoase für Zug-
und Standvögel. Sie ist auch mit Birdwatching-Stellen versehen. |

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TOUREN
Besuch des Regionales Naturschutzgebiet Valle Canal Novo (in
Marano Lagunare). Über Land erreichbar. Es verfügt über
Vogelbeobachtungsposten. Individuelle Besichtigungen und
Führungen das ganze Jahr durch. |
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- Mini Kreuzfahrten (seit 1969) durch das weite Kanalnetz des
Regionalen Naturschutzgebiet Foci dello Stella (Mündung des
Stella Flusses). Nur über Wasser erreichbar, mit einer
Oberfläche von über 1300 Hektar, zeichnet es sich für eine
außerordentliche Vielfalt an Vogelarten aus, die dieses
Sumpfgebiet in den verschiedenen Jahreszeiten bewohnen. Hier
befinden sich die traditionellen Fischerhütten (Casoni dei
Pescatori). |
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TERME
Die Thermenanlage gehört zu den Qualifiziertesten Strukturen
Lignanos. Die befindet sich im Ortsteil Riviera und wurde 1963
eröffnet. Es handelt sich um ein elegantes Gebäude mit
Dachterrasse für Sand- und Sonnenbäder, das unter anderem über
verschiedene seetherapeutische Einrichtungen verfügt. |
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PUNTA VERDE ZOO
Der Punta Verde Zoo am Tagliamento, zeichnet sich durch seine
üppige Vegetation und seine zahlreichen Wasserläufe und Seen aus
. Mit seinen zwölf Hektar Fläche dürfte er zu den best
ausgestatteten Zooanlagen Italiens gehören. Einheimische
Pflanzen als auch solche aus subtropischen Gefilden sowie aus
gemäßigten bis kühlen Klimazonen sind hier zu finden. |
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Die etwa 1200 Tiere, die 200
verschiedenen Arten angehören, leben in großen, artgerechten
Behausungen und Freigehegen, die aus natürlichen Baumaterialien
wie Holz und Stein gefertigt sind. Die artgerechte Unterbringung
und Betreuung der Tiere hat dazu geführt, dass sie sich hier
stärker weitervermehren als in anderen Tiergärten. |
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NATURPARK HEMINGWAY
1953 hatte man dem amerikanischen Schriftsteller Hemingway ein
herrliches Fleckchen Erde überlassen, damit er sich dort ein
Sommerhaus baute. Hemingway nahm das Angebot an, doch kehrte er
nie wieder nach Lignano zurück. Aber eigentlich schon, indem er
dem 1984 eröffneten Stadtpark seinen gab wurde der frühere
Campingplatz bekannt. Die vier Hektar Grünfläche sind mit über
4000 Hochgewachsenen Bäumen bepflanzt, zwischen ihnen sind
üppige einheimische Sträucher und Gehölze. Im Park gibt es
außerdem einen Trimmpfad und einen Kinderspielplatz. Für
Veranstaltungen steht eine kleine überdachte Freilichtbühne zur
Verfügung. |
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ACQUASPLASH
Besondere Erwähnung verdient außerdem das in Pineta gelegene
Aquasplash. Dieser 1985 als Ergänzung zum Strand entstandene
Wasserfreizeitpark erstreckt sich auf 40000 qm zur Lagunenseite
hin und bietet alle nur erdenklichen Spiele und
Freizeitvergnügen im und am Wasser. Zu diesem feuchtfröhlichen
Mini-Disneyland gehören ein großer See, ein Wellenschwimmbad,
Rutschbahnen unterschiedlicher Längen und Neigungen, Orte zum
Entspannen, Kinderspielplätze und Aussichtsterrassen. |
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ALPE ADRIA
ARENA
Die 1987 eröffnete vom Architektenbüro- Nizzoli aus Mailand
entworfene Alpen-Adria Arena gilt als Kunstwerk. Sie liegt
eingebettet in ein großes Gartenlabyrinth; dem Aussehen nach
archäologischer Überrest eines antiken Theaters mit
Grünbewachsenen Sitzreihen. Besonders auffällig ist die bauliche
Strukturierung des Labyrinths, wo spielerisch mit den
verschiedenen Formen umgegangen wird: es beginnt mit einem
Ziqqurat, dem astronomischen Turm der antiken mesopotamischen
Kulturen, gefolgt von einem klassizistischen Irrgarten, um dann
überzugehen zu einer Szenerie mit perspektivisch anmuten
Kulissen. Erzeugt wird der Effekt durch hie und da unterbrochene
Heckenzäune, zwischen die man verwirrende, menschenähnliche
Profile gesetzt hat. Dann schließlich das klassische Labyrinth,
wie auf Kreta, in dessen Mitte sich natürlich der Minotaurus
befindet. |
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