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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckten
die ersten Touristen und Bergsteiger die Hochebene
des „Primiero“- Berggebietes, bezaubert von den
dutzende von spitzen Nadeln, Graten scharf wie Messer
geschliffen, stolze Felskathedralen, erstaunliche
Türme deren Gipfel sich in den Wolken verlieren.
Das waren die sogenannten „Pale di San Martino“,
majestätische und rot leuchtende Korallenberge die
den Namen der am Fuße liegende Ortschaft San Martino
di Castrozza genommen haben.
Ihre geologische Geschichte beginnt etwa vor 300
Millionen Jahren in einem stillen und verhältnismäßig
flachen Meer. Hier vervielfachten sich Korallenkolonien
solange, bis sie Riffe von über tausend Metern Höhe
bildeten. Nach der Emersion wurden diese Korallenriffe
durch die Witterungseinflüsse geformt, bis sie die
spitzen und schroffen Formen erreichten, die heute
das Panorama kennzeichnen.
Dieses Gebiet, seit 1967 als Naturpark bezeichnet,
dehnt sich in einem natürlichen Trog aus, der von
Wiesen und Bergen umkreist ist. Die heutige Fläche
des Naturparks von Paneveggio-Pale di San Martino
beträgt 19.711 ha (über 190 km²). Täler, eindrucksvolle
Felswände aus dolomitischem Gestein, Alpweiden,
Wasserspiegel, jahrhundertealte Wälder, Pfade, bilden
eine Oase, in der Flora und Fauna geschützt werden,
um diese Schätze unversehrt zu halten.
Im nördlichen Teil des Parkes befindet sich der
wunderbare Staatsforst von Panaveggio mit seinem
2.700 ha großen Fichtenwald „Foresta dei Violini“
(Violinenwald), der sich über Jahrhunderte hindurch
dank langfristiger Waldschutzmaßnahmen erhalten
hat und eine unvergleichliche Umweltressource darstellt.
Ein ganz besonderes Produkt dieses Forstes ist die
Klangtanne, eine Rottanne mit besonderen Eigenschaften,
die für die Fertigung der Klangkörper von Streichinstrumenten
unerlässlich sind.
Der Südosten ist durch die Dolomitengruppe
Pale di San Martino mit ihrem großen, von hohen
Gipfeln und Bergnadeln gesäumten Hochplateau (50
km²) gekennzeichnet; der Südwesten (Vanoi-Tal) umfasst
einen Teil der Porphyrkette des Lagorai (Foto
rechts oben, der "Colbricon" See im Foto rechts).
Das Paneveggio-San
Martino Landschaftsschutzgebiet bietet vier organisierte
Besucherzentren: San Martino (im gleichnamigen Dorf
im Zentrum des Parkes, Foto rechts unten), Paneveggio (im Norden auf
der Strasse des Rolle Jochs nahe des Forte Buso
Sees), Villa Welsper im „Val Canali“ Tal (Südosten)
und Prà Madego beim Dorf Caoria im Vanoi-Tal
(Südwesten).
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Vier historische
Museen, die einen Einblick in die Geschichte,
Geographie und der einheimischen Kultur aus
dieser Ecke vom Trentino verschaffen und wo
man sich über geführte Wanderungen im Sommer wie
auch im Winter (Vollmond-Wanderungen mit
Schneeschuhe) informieren und beteiligen kann.
Zum Beispiel,
Leitmotiv der Villa Welsperg (Foto links oben) im Val Canali ist das
Wasser. Hier befinden sich ein Saal mit hängenden
Aquarien, ein Labor für Lehrtätigkeiten, eine Holzmustersammlung,
ein der Geschichte der Grafen Welsperg gewidmeter
Saal, ein großes Modell des gesamten Parkgebiets,
zwei Fotoausstellungen über die einheimische Pflanzen-
und Tierwelt, eine Bibliothek und ein Leseraum.
Ausgezeichnete Restaurants und urige Gasthöfe, die
aus typischen Produkten dieser Bergregion Köstlichkeiten
zaubern, hausgemachte Teigwaren und eine hervorragende
Weinkultur sorgen für einen durch und durch genussvollen
Aufenthalt. Die typische Küche des „Primiero“ ist
von einfachen Sachen gebildet und bietet Pilzen,
Polenta, Reise und Kräuternudeln, auf Holzglut gebratenen
und Schmorfleisch, Hüttenkäsen und trentinische
Weinen, Apfelstrudel und Mürbeteigkuchen der Großmutter
an. Frühling und Herbst sind die idealen Jahreszeiten,
um zum Schmecken der Pilzes- und Waldbeerenmenüs.
In Val Canali werden Aufenthalte organisiert, um
die Natur und die Gastronomie durch geführte Exkursionen
im natürlichen Park wiederzuentdecken.
San Martino-Passo Rolle ist eine berühmte Winterortschaft.
Der Bereich gehört dem Dolomiti Superski und dehnt
sich westwärts von San Martino, auf den Steigungen
des M. Tignola und von Punta Ces bis zu einer Höhe
von 2400 Meter aus.
Bei Passo Rolle (Rolle Joch) fängt die Saison im
November an und sie endet im April, während in San
Martino machen die Skianlage Ende März zu. Das 95%
des Skigebietes garantiert optimalen Skizuständen
während der ganzer Jahreszeit, dank dem Kunstschnee.
Der Bezirk bietet mehr als 60 Kilometer von 23 Anlagen
gedienten Skipisten an: 1 Seilbahn, 2 Gondelbahnen,
15 Sesselbahnen und 7 Skilifts. Die neue Telegondelbahn Tognola und die Sesselbahn Ces sind die zwei bevorrechtigten
Zugriffe zu den Steigungen. Außerdem: viele Pisten
und Wege für die Liebhaber des Alpinskifahren wo
Beleuchtung selbst nach Einbruch der Dunkelheit
noch Pistenvergnügen verspricht. Zur vielseitigen
Angebotspalette im Winter 2006 gehören zwei neue
Snowparks für Snowboarder auf der Alpe Tognola und
auf dem Passo Rolle.
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