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Die
Vielfältigkeit der Landschaften und der
Reichtum der Fauna und Flora bieten
einige wunderschöne Wege auf dem Gebiet
des Naturparks Adamello-Brenta.
Nachstehend die wegen ihrer Schönheit
und Einzigartigkeit unbedingt zu
empfehlenden Routen.
Die Seen von San
Giuliano
Von Caderzone im
Val Rendena (733 m) steigt man den
Monte Vadaione hinauf und kommt nach
Diaga (1431m), wo der Weg 230 beginnt,
der zur Malga Campo führt. Danach kommt
man zur Malga San Giuliano und zu den
Seen von San Giuliano und Garzone in
einer Höhe von 1900 Metern, in dessen
Wasser sich der Schnee des Firnfeldes
von Nardis, der Presanella und des
Gipfels Quattro Cantoni spiegelt (zwei
Stunden von Diaga.
Am See steht eine Wallfahrtskirche, die
San Giuliano aus Cilicia gewidmet ist
und einst von einem Einsiedler bewacht
wurde. |
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Der Legende nach zog
sich Giuliano an diesen Ort zurück,
um für ein aus Eifersucht
begangenes Verbrechen zu büßen;
nachdem man das Verbrechen entdeckt
hatte, wurde er in einem mit
Steinen und Schlangen gefüllten
Sack in den See geworfen, aber wie
durch ein Wunder konnte er sich
retten. Deshalb sagt man, daß die
Steine von San Giuliano vor
Schlangenbissen schützen.
Verschiedene Wege, auf denen man an
Weiden und Almen vorbeikommt, führen
zurück nach Caderzone oder Diaga; man
kann aber auch in Richtung Val
Germenega und Val Genova absteigen. |
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Val Genova
Oberhalb von
Carisolo im Val Rendena fährt man von
der S.S. 239 auf die Landstraße des Val
Genova; nach einigen Kilometern geht
man zu Fuß weiter (Parkplatz am Stausee
der ital. Stromwerke) oder man fährt
gegen Bezahlung mit dem Shuttle-Bus bis
nach Pian di Bédole.
Von Carisolo aus verläuft das Tal von
Osten nach Westen zwischen engen
Felswänden und steilen Berghängen, die
von dichten Laub- und Nadelwäldern
bedeckt sind; weiter oben öffnet sich
das Tal und endet nach 17 km mit dem
atemberaubenden Anblick der Gletscher,
die am Bédole von den Firnfeldern
Mandròn, Lobbia und Lares
hinunterlaufen.
Die gewaltigen Felsen und Gletscher
sind stille Zeugen der Kämpfe im
“Weißen Krieg” während des Ersten
Weltkrieges zwischen den
österreichischen Kaiserjägern und den
italienischen Alpini; die Soldaten
mußten hier ums bloße Überleben kämpfen
und es handelte sich um einige der
wenigen im Hochgebirge ausgetragenen
Kämpfe.
Besonders auffällig in diesem Tal ist
jedoch der Überfluss an Wasser, die
atemberaubenden Wasserfälle, die von
den typischen Gletscherstufen der
Seitentäler herabfallen. Zuerst kann
man den Wasserfall von Nardis
bewundern; aus dem Valle Seniciàga
läuft der Wasserfall del Casòl
herunter; geht man weiter, kommt man zu
den Wasserfällen von Lares und
Folgarida. |
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Valle di San Valentino
Von Vigo Rendena
aus führt ein steiler Weg zu der
kleinen Kirche San Valentino, einer
Bergkirche aus dem 14. Jahrhundert, die
dem Tal, das von Rendena in Richtung
Carè Alto führt, seinen Namen gab.
Nach 15 km, hinter der Ebene von Vauclo
beginnt der Weg 224, der in den höher
gelegenen Teil des Tals führt.
Das Tal ist wild und abseits der
Zivilisation; der Weg führt zur Malga
Coel (1566m) und verläuft dann auf
einem steilen Hang vor dem Wasserfall
Dosson. Nachdem man das Valletta Alta
erreicht hat, kann man in Richtung
Passo San Valentino weitergehen oder
rechts zum Biwak Dosson (2360m), auf
einen steilen Gebirgskamm, auf dem es
zahlreiche Murmeltiere gibt (3-3,5
Stunden) gehen.
Von dem Biwak aus erreicht man in etwas
mehr als zwei Stunden die Berghütte
Carè Alto; auf diesem Weg kommt man an
den Orten vorbei, an denen während des
Ersten Weltkriegs gekämpft wurde.
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Valle d’Algone
Von Stenico aus
nimmt man die Landstraße nach Ragoli;
an der Brücke über dem Rio Lisagn
befindet sich ein Wegweiser für das
Valle d’Algone. Nach der Hütte Ghedina
(1120m) öffnet sich das Tal und vor
einem liegen weite Wiesen mit dem
südlichen Brenta im Hintergrund. Geht
man weiter bis zur Malga Nambi und
Malga Stablei, hat man einen herrlichen
Ausblick auf die Gletscher des Carè
Alto und der Presanella; nach wenigen
Kehren kommt man zu der natürlichen
Aussichtsterrasse von Malga Movlina
(800m); |
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man kann diesen Ort mit dem Auto
erreichen, empfehlenswert sind aber
die Wege, die durch den Wald
verlaufen. Von der Alm aus kommt
man in drei Stunden zum Herzen des Brenta, der
Berghütte XII Apostoli oder man geht
nach unten in das Valle d’Agola.
Im Sommer gibt es organisierte Ausflüge
mit Führung, die in Comano Terme
starten.
Valle d’Ambiez
Von San Lorenzo
in Banale aus kommt man nach drei
Kilometern nach Baesa (900m), wo man
das Auto abstellen kann. Von hier aus
geht man zu Fuß weiter und kommt durch
die verschiedenen Landschaften des
Tals.
Nach der Brücke de Broca führt ein Weg
zwischen engen Felswänden hindurch, die
der Bach d’Ambiez geformt hat; hinter
der Brücke Paride öffnet sich das Tal,
das von gewaltigen Felswänden mit den
Namen le Tose, la Cima d’Ambiez, la
Ceda und il Ghez überragt wird.
Von der Brücke kommt man in einer
Viertel Stunde zur Berghütte Cacciatore
(1820m), wo die echte
Hochgebirgslandschaft beginnt. Über die
Alpe Prato geht man auf einem Wanderweg
oder einer kleinen Straße weiter bis
zur Berghütte Agostini (2410m),
Ausgangspunkt für zahlreiche,
wunderschöne Wanderungen und Aufstiege
auf den Brenta. Besonders
empfehlenswert sind die Wanderungen mit
Bergführern oder der Aufstieg auf die
Cima Tosa (3146m, der höchste Gipfel
der Berggruppe). Im Sommer finden
Ausflüge mit Führungen statt, die in
San Lorenzo in Banale beginnen und vom
Naturpark organisiert werden.
Orti della Regina
Vom Passo Campo
Carlo Magno, oberhalb von Madonna di
Campiglio, führt ein Waldweg von Pozza
Vecchia nach oben an Loipen entlang bis
zur Berghütte Graffer al Grostè (2261m,
man kann auch mit der Seilbahn fahren).
Von der Hütte aus nimmt man den Weg 336
in Richtung Pietra Grande. An der
Stelle, wo der Weg eine scharfe
Linkskurve macht, schlägt man rechts
einen steilen Weg ein, der zu zwei
Talmulden mit dem Namen “orti della
regina” (Gemüsegärten der Königin)
führt; dieser Ort liegt in 2350m Höhe
und ist bekannt wegen seiner Vielfalt
an Gebirgspflanzen. Die Landschaft
verändert sich ständig, da auf jede
Blütezeit neue und unterschiedliche
Arten folgen. |
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