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Über 180 km Küste und wunderschöne Strände, rund
26 Orte die sich ins Adriatische Meer spiegeln und wo man ruhige Ferien
verbringen kann, der große Seehafen von Ancona und über 9 touristische
kleinere Häfen. Die Sandstrände der Region Marken erstrecken sich vom
Kap bei Gabicce bis zur Flussmündung des Tronto und sind vom Gebirge
"Monte Conero" (die größte Eigentümlichkeit der gesamten adriatischen
Küste, nördlich vom Gargano) in zwei Teile dividiert.
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Pesaro bietet einen 8 km breiten und sandigen Strand,
zum Teil von Steinklippen geschützt, und ein besonderes ruhiges Strandleben.
Hier ist die Adria kein Teutonengrill, sondern eine Edelsuite der sechziger
Jahren mit Seeaussicht. In den Marken, an der Grenze zur Emilia-Romagna,
erheben sich die ersten Hügel der Adriaküste, mit einer beeindruckende
Aussichtsstraße, direkt neben dem Abgrund auf dem Meer, die pittoreske
Fischerdörfer wie Casteldimezzo, Fiorenzuola di Focara, Santa Marina
Alta durchfährt oder streift.
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Die reizvolle Hauptstadt der gleichnamigen markiganischen
Provinz ist alles in einem: ein attraktiver Badeort, ein lebhafter Fischereihafen
und ein bedeutendes Produktionszentrum. Die eleganten breiten Alleen
haben so manches fürs Auge zu bieten, und nach einem Badetag an einem
der nie überfüllten Strände gibt es nichts Besseres als eine Fischsuppe
am Meer.
Die lokale Küche ist teilweise noch von der Vergangenheit geprägt, aber
mittlerweile abgesehen davon so breit und international wie in jeder
vergleichbaren Seestadt. In den vielen Fischerhütten und Lokalen, viele
hoch über dem Meer, wird eine innovative Adriaküche serviert, warme Piadina-Fladen zu den Vorspeisen, hausgemachte Pasta und frischen Fisch,
wie es das Dogma der Slow-Food-Bewegung vorgibt. Alles ist einfach und
gut, mit Zutaten der Saison. Gekrönt wird das Essen fast immer von einem
atemberaubenden Blick auf die Adria. Auch Fleisch wird besonders präpariert:
Gegrilltes und Gebratenes, je nach Saison mit Sommer- oder Wintertrüffeln
der Region.
Die Weine dieser sonnigen Region sind ebenso hervorragend.
Der Stolz der Marken ist der Verdicchio, der aus der dort angebauten
Traube desselben Namens gemacht wird.
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Die mittelalterliche Burg „Rocca
Costanza“ |
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Dieser grünliche Wein mit charakteristischem, etwas
bitteren Abgang passt gut zu den regionalen Fischgerichten und ist in
alle Restaurants zu finden. Wie der Orvieto so gehört auch der Verdicchio
zu den bekanntesten italienischen Weißweinen. Rund um die Conero-Halbinsel
wird ein kräftiger Rotwein, der Rosso Conero (Conero Weinberge im
Foto rechts), hergestellt, der aus der
Montepulciano-Traube gewonnen wird. Er ist gehaltvoll und aromatisch
und reift nicht selten zu einem großen Wein heran. Eine funkelnde rote
Besonderheit ist der Vernaccia di Serrapetrona, normalerweise ein süßer
Dessertwein, aber auch in einer trockeneren secco Version erhältlich.
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Die Hauptstadt der Region Marken zählt heute 90.000
langlebige Einwohner, die höchste Lebenserwartung Italiens, und rund
eine Million Besucher pro Jahr; davon 20 Prozent Deutsche. „Mare e tartufi“,
Meer und Trüffeln nennt man die Nähe von Wasser und Land in Pesaro,
wo man auf die „Romagnolen“, auf die nördlichen Nachbarn mit ihrem Rimini,
Cattolica und Riccione mit Schaudern blickt. |
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Im Herzen der Stadt liegt die große Piazza del Popolo
(Foto rechts,
der Hauptplatz von Pesaro mit Seepferdchen und Tritonen verzierten Springbrunnen
in der Mitte und das Palazzo Ducale, der sich wetteifert mit dem
imposanten Postgebäude.
Der erst kürzlich restaurierte Renaissancepalast mit seinen klaren
Linien wurde im 15. Jahrhundert von der damals herrschenden Familie
Sforza erbaut. Jetzt befinden sich darin die Büros der lokalen
Regierung und ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Ausstellungs-
und Tagungsraum. |
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Pesaro entscheidet sich für seine kulturellen Wurzeln
wie zum Beispiel Dante Alighieri, der die Schönheit der Steilküste schon
in der Göttlichen Komödie besang und der die Liebesgeschichte von Paolo
und Francesca in der Burg von Gradara spielen ließ; Gioacchino Rossini,
den größten Sohn der Stadt, der ungeachtet seiner Körperfülle „Schwan
von Pesaro“ genannt wird; das Rossini-Festival der im gleichnamigen
Theater stattfindet, die viele mittelalterlichen Burgen wie die „Rocca
Costanza“, die Mosaiken des Doms, und noch viel anderes.
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Wenn man von der Piazza aus die Rossini Allee
entlang Richtung Meer spaziert, bemerkt man rechts ein eher
bescheidenes Gebäude, in dem 1792 der Komponist Rossini geboren
wurde. Jetzt ist es so etwas wie eine Rossini-Gedenkstätte geworden.
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Das jährlich im August
stattfindende Rossini Opernfestival (das Theater Rossini im Foto
rechts) hat mit Inszenierungen aus dem großen Repertoire seiner „Bel Canto“ Opern weltweit Beachtung gefunden mit Ausführungen
der Bekanntesten wie die komischen Opern: Il Barbiere di Siviglia, La
Cenerentola, L'Italiana in Algeri, Il Turco in Italia; und seine „Opera
seria“ Tancredi, Otello, La donna del lago, Maometto secondo, Semiramide.
Gleich neben der via Rossini an der Piazza Toschi
Mosca stehen die „Musei Civici“ – das Stadtmuseum, wo man die schönsten
Kunstkeramiksammlungen aus Renaissance und Barock bewundern kann. Pesaro
war für seine Keramikwerkstätten weltweit berühmt, in denen das leuchtend
bunt bemalte Tongeschirr, auch bekannt als Majolika, hergestellt wurde.
Ein weiteres Kunststück ist das Meisterwerk von Giovanni Bellini: „Die
Krönung der Jungfrau Maria", (Foto rechts) ausgestellt in der angrenzenden
Pinakothek.
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Dieses großformatige Bild, zu dem noch einige kleinere
gehören, wurde ursprünglich als Altarbild geschaffen. Es besticht durch
seine sonnendurchtränkten Farben und die plastischen Figuren. Die Galerie
beherbergt außerdem eine große Sammlung interessanter, wenngleich nicht
so bedeutender Renaissancegemälde. Die Burg im Hintergrund des Gemäldes
von Bellini ist der Sitz der Familie Sforza in Gradara. Costanzo Sforza,
der Herrscher von Pesaro, war es auch, der das Bild beim venezianischen
Meister in Auftrag gegeben hat.
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Jahrhunderte bevor die Sforza Pesaro beherrschten,
war die Stadt schon eine blühende römische Kolonie, wahrscheinlich auf
den Überresten einer noch älteren Siedlung im Jahre 184 v. Chr. gegründet.
Fundstücke aus dem ehemaligen römischen Pisaurum befinden sich im Museo
Archeologico Oliveriano in der via Mazza westlich vom großen Stadthauptplatz.
Immer weiter die via Rossini hinunter, erreicht man schließlich die
Strandpromenade und den prächtigsten Gebäude der Stadt, der Villino
Ruggeri (Foto rechts). Dieser wie Zuckerwerk verstuckte Palazzo ist
eines der schönsten Beispiele des italienischen Jugendstil, der die
Adriaküste um die Wende des 20. Jahrhunderts überschwemmt
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Von unserem Redaktionspool
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